Corona Warn App
deutlich mehr Datenschutz als WhatsApp

Seit ca. Mitte Juni 2020 ist nun die Corona-Warn-App in Deutschland in sämtlichen App Stores kostenfrei erhältlich. Die Bundesregierung hat die Deutsche Telekom und den Softwarekonzern SAP beauftragt, die App zu entwickeln. Ebenfalls wurden dazu drei wissenschaftliche Institutionen beteiligt: die Einrichtungen der Fraunhofer-Gesellschaft und der Helmholtz-Gemeinschaft sowie das Robert-Koch-Institut. Der Zweck der Corona-Warn-App ist die frühzeitige Erkennung, Zurückverfolgung und Unterbrechung der Infektionsketten.

Derzeit arbeiten gerade alle verfügbaren Ressourcen der Gesundheitsämter und Co. daran, die Infektionsketten möglichst schnell und lückenlos in Deutschland nachvollziehen zu können. Dank der neuen Corona-Warn-App soll diese Aufgabe automatisiert gelöst werden können, also deutlich schneller und präziser. Die Corona-Warn-App bietet damit großes Potenzial die Corona-Pandemie besser und schneller zu kontrollieren und sie dadurch auf langer Sicht langsam aber sicher zu beenden. Trotz dessen haben viele Personen Bedenken gegenüber dieser App, weswegen sich viele Menschen in Deutschland sich weigern diese App zu installieren. Dafür gibt es unterschiedliche Ursachen, jedoch gibt es einen Grund, den man am öftesten hört, und zwar der Vorwurf der Datenspionage und des Datenmissbrauches. Die meisten fürchten sich davor, dass die App ihre ganzen Daten des Users sammelt, und so durch den Nutzer überwacht und ausspioniert. Dies entspricht allerdings nicht der Wahrheit, den die App bietet deutlich mehr Sicherheit und Datenschutz an, als viele anderen Apps wie z. B. WhatsApp. Wir erklären Ihnen im folgenden Blogbeitrag wie sicher die Warn-App ist. Dafür vergleichen wir für Sie die Corona-Warn-App mit dem allseits bekannten und beliebten WhatsApp.

Welche Daten werden in der Corona-Warn-App und in WhatsApp gesammelt?

In der Corona-Warn-App werden im Gegensatz zu WhatsApp kaum Daten gesammelt. Wie bereits allgemein bekannt ist, sammelt der Textmessanger sehr viele Daten über den Nutzer. WhatsApp hat vollen Zugriff auf alle persönlichen Daten wie Beispielsweise Ihren Vor- und Nachnamen sowie auf die Namen und Telefonnummern Ihrer Kontakte die Sie auf dem Smartphone besitzen. Des Weiteren ist die App sogar in der Lage auszuwerten wann, wie oft und mit wem sie kommunizieren. Außerdem hat WhatsApp Zugriff auf all Ihre Dateien auf dem Smartphone, wie zum Beispiel Ihre Foto-, Video- und Audiodateien. Zudem kommt noch hinzu, dass WhatsApp Ihre Geo-Daten sammelt und Ihren Standort übermittelt. So kann WhatsApp Ihr ganzes soziales Umfeld sowie Ihren kompletten Tagesrhythmus bestimmen und nachvollziehen. Dazu muss ebenfalls erwähnt werden, dass WhatsApp all diese Daten auch an Facebook zum Verarbeiten und Abspeichern weitergibt. WhatsApp ist hierbei auch kein extremes negativ Beispiel, sondern leider fast der Standard. Andere Apps wie Facebook, Twitter, Instagram, Google sowie die Betriebssysteme selbst, sammeln Unmengen Daten über Sie. Die Corona-Warn-App dagegen sammelt keine personenbezogenen Daten von Ihnen oder von den Kontakten auf Ihrem Smartphone. So kennt die Corona-App weder Ihren Namen noch die Daten Ihrer Freunde und Verwandten. Dies gilt ebenfalls für Ihre Dateien. Die Warn-App besitzt laut Aussagen der Entwickler keinen Zugriff auf Ihre Dateien wie Fotos oder Videos. Das einzige was die Corona-App über Sie weiß, ist ob Sie sich länger als 15 Minuten mit jemandem aufgehalten haben, der ebenfalls die Corona-Warn-App besitzt. Dabei werden keine Daten wie Namen oder Standortinformationen gesammelt und gespeichert, sondern es werden zufällig generierte, pseudonyme Identifikationsnummern, welche sich in regelmäßigen Abständen ändern, gesammelt und gespeichert. Die App weiß dabei nicht wer sich hinter einer ID verbirgt.

Was geschieht mit den Daten?

Wie zuvor erwähnt geben Apps wie WhatsApp Ihre Daten weiter zur Verarbeitung und Analyse, welche dann anschließend zu Marketingzwecken von den Interessensgruppen verwendet werden. Diese Daten werden ebenfalls zentral abgespeichert. Es steckt also ein wirtschaftliches Motiv dahinter. Bei der Corona-Warn-App dagegen werden die anonymisierten Daten dezentral abgespeichert. Das bedeutet, dass es keinen großen Hauptserver gibt, wo die Daten hinterlegt werden, sondern die Daten werden auf dem jeweiligen Smartphone abspeichert. Das wieder herumbedeutet, dass die lokal gespeicherten Daten das Smartphone nicht verlassen. Diese lokal abgespeicherten Daten werden nach zwei Wochen automatisch aus dem Speicher des Smartphones gelöscht, bei anderen Apps wie WhatsApp und Co. verbleiben die Daten meist für die Ewigkeit. Nur einmal pro Tag kommuniziert die App mit einem zentralen Server, um die Identifikationsnummern von Geräten abzurufen, deren User sich als infiziert gemeldet haben. Jeder Nutzer kann das Tracing jederzeit manuell anhalten.

Wie werden die Daten geschützt?

Die Bundesregierung gibt an, dass die hohen EU-Standards zum Schutz des Individuums eingehalten werden. Die Datenverarbeitung steht „voll und ganz im Einklang mit der EU-Datenschutz-Grundverordnung und den Rechtsvorschriften zum Schutz der Privatsphäre in der elektronischen Kommunikation“, so die Bundesregierung Deutschland. Um dies gewährleisten zu können, hat der Bundesbeauftragte für den Datenschutz und die Informationsfreiheit, Ulrich Kelber (SPD), die Entwicklung begleitet und wird auch nach dem Start der App darauf achten, dass die Privatsphäre der Nutzer gewahrt bleibt. Konkrete Maßnahmen um die Privatsphäre der User zu gewährleisten ist, dass zufällige generieren von Identifikationsnummern, welche regelmäßig ausgetauscht werden und nur lokal abspeichert werden. Um zu versichern, dass diese Angaben der Wahrheit entsprechen, hat die Bundesregierung den Programm-Quellcode der Corona-Warn-App komplett vollständig und für alle einsehbar offen gelegt, sodass alle Datenschützer und IT-Sicherheitsforscher unabhängig überprüfen, wie die App funktioniert, welche Daten übertragen werden und ob es Schwachstellen gibt. Der Quellcode von WhatsApp beispielsweise ist dagegen noch streng geheim.

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